Das Maskottchen der EURO 2016

Wie heisst das Maskottchen zur Fußball EM 2016?

Zu einer richtigen Europameisterschaft gehört auch ein Maskottchen. Seit 1980 hat jede EM-Endrunde sein eigenes Maskottchen präsentiert, nicht zuletzt, um dem Turnier auch eine Gestalt und einen Glücksbringer zu geben. Alle vier Jahre wird fieberhaft an einer Figur getüftelt, die das Austragungsland und eine Idee bestmöglich repräsentieren kann – während der EURO 2016 wird „Super Victor“ die Spiele begleiten. So sieht Super Victor aus.

Am 08.10.2015 wurde das Maskottchen vor dem Freundschaftsspiel  Frankreich – Armenien im Stade de Nice in Nizza präsentiert.

Super Victor – ein Junge mit Superkräften

Seit dem etwas unglücklich gestalteten Maskottchen der WM 2006 ist die Maskottchenfrage für Deutsche in gewisser Weise ein Faszinosum. Insgeheim hoffen wir Turnier für Turnier, dass ein anderes Gastgeberland diese Schmach vergessen lassen wird. Der Löwe im Deutschlandtrikot, der seine Hose im Kleiderschrank vergessen hat und etwas unförmig daher stapft, bleibt wohl noch lange unvergessen.

Am 18.November 2014 wurde Supervictor, das Maskottchen der EURO 2016 vorgestellt! AFP PHOTO / FRANCK FIFE

Am 18.November 2014 wurde Supervictor, das Maskottchen der EURO 2016 vorgestellt! AFP PHOTO / FRANCK FIFE

Für die EURO 2016 wurde ein kleiner Junge gestaltet, der das Trikot der Equipe Tricolore trägt, mit der Spielernummer 16. Als mögliche Namen gingen Super Victor, Goalix und Driblou ins Rennen, mittels einer Fanabstimmung wurde der endgültige Name ermittelt. Super Victor erhielt dabei mehr als 50 % aller Stimmen.

Natürlich gibt es auch eine offizielle Erklärung zu diesem Maskottchen: Dabei handelt es sich um einen normalen, kleinen Jungen, der gerne Fußball spielt. Während eines Spiels, der Junge schießt den Ball über einen Zaun und muss den Ball suchen, findet dieser eine magische Truhe. Darin befindet sich ein roter Umhang, den er fortan trägt, Zauberfußballschuhe und der offizielle Ball der EURO 2016. Dank des Umhangs kann der Junge fliegen und nun auf der ganzen Welt Fußball spielen, dank der Schuhe kann er zudem neue Tricks erfinden. Seine Mission ist es, die Freude am Fußball weltweit zu vermitteln.

Erik Berchet-Moguet, Designer von "Super Victor", dem Maskottchen der Euro 2016 UEFA European football championship. / AFP PHOTO / PHILIPPE DESMAZES

Erik Berchet-Moguet, Designer von „Super Victor“, dem Maskottchen der Euro 2016 UEFA European football championship. / AFP PHOTO / PHILIPPE DESMAZES

Frühere Maskottchen der EM und WM

1980 wartete Italien das erste Mal mit einem Maskottchen auf. Die bekannte Figur Pinocchio wurde hierfür ausgewählt. So begleitete diese Endrunde eine Holzpuppe mit einer langen Nase in den italienischen Landesfarben und einer weißen Mütze auf dem Kopf.
Vier Jahre später betrat in Frankreich der gallische Hahn Peno die Weltbühne, in einem blauen Trikot, mit Ball unter dem Arm. In Deutschland, während der EM 1988, beglückte der Hase Berni die Fußballfans. Auch er trug ein Fußballoutfit, dieses Mal in Schwarz, Rot und Gold. 1992 ging die EURO in Schweden über die Bühne. Diesen könnte man aus heutiger Sicht mangelnde Kreativität vorwerfen, denn auch die Schweden wählten als Maskottchen einen Hasen, der jenem von 1988 sehr ähnlich war. Der schlichte Name: Kaninchen. Für die Engländer kam 1996 nur eine Maskottchengestalt in Frage – ein Löwe. Goaliath trug den Dress des Gastgeberlandes, so wie seine Vorgänger auch.

Grafikquelle: http://rainerinho.blog.de/2014/06/10/fuleco-kollegen-18642685/

Im Jahr 2000 wurde eine Europameisterschaft erstmals in zwei Ländern ausgetragen, in Belgien und den Niederlanden. Dementsprechend wurde ein Maskottchen erdacht, welches beiden Gastgeberländern geschuldet war – das kleine Teufelchen Benelucky mit einer Haarpracht in den Landesfarben Schwarz-Gelb-Rot-Weiß-Blau. In Portugal war der kleine Junge Kinas das Maskottchen, dieser verfügte gleich wie Super Victor auch über Superkräfte. In Österreich und der Schweiz 2008 kamen erstmals zwei Maskottchen zum Einsatz: Trix und Flix, ein Geschwisterpaar aus den Alpen, dass nicht still halten kann. Auch in Polen und der Ukraine trat 2012 ein dynamisches Duo in den jeweiligen Landesfarben auf: Slavek und Slavko.